Geschichten vom Ort, an dem der Mensch ein Mensch ist. Erstmals eine literarische Sammlung zur eigentlich natürlichsten Sache der Welt.
Das »stille Örtchen« – den einen ist es ein Ort des Rückzugs, der Selbstfindung, gar der Kontemplation. Vor allem aber ist es der Ort, an dem der Mensch radikal mit sich selbst konfrontiert ist. Kein Wunder, dass Schriftsteller und Dichter immer schon viel darüber erzählt haben: Persönlich, indiskret, schockierend, erhellend, erheiternd, unterhaltend.
Mit Texten von: Melinda Nadj Abonji, Bertolt Brecht, Adelbert von Chamisso, Günter Eich, Hans Magnus Enzensberger, Wilhelm Genazino, Robert Gernhardt, Johann Wolfgang von Goethe, Günter Grass, Axel Hacke, Thomas Hürlimann, Ernst Jandl, Bodo Kirchhoff, Hugo Loetscher, Herta Müller, Milena Moser, Liselotte von der Pfalz, Joachim Ringelnatz, Michèle Roten, Joseph Roth und vielen vielen anderen.
»Der Titel ist dem bekannten Gedicht von Bertolt Brecht entnommen, dazu sinnieren in diesem schmucken Bändchen weitere grosse Dichter wie Ernst Jandl, Joachim Ringelnatz oder Robert Gernhardt über den Ort, an dem der Mensch ganz auf sich selbst zurückgeworfen ist und der oft als Unort gilt.«
»Ralph Schock, der langjährige SR-Literaturredakteur, hat quer durch die Zeit und Stile Werke höchst unterschiedlicher Dichter und Denker zusammengetragen. Eine mit Bedacht erstellte Sammlung. Lesenswert – wo auch immer.«
»Fest steht, dass rund um das WC und seine Verwandten die Kreativität blüht. Es wird schnell klar, wie unglaublich vielfältig Klogeschichten sein können. Hier steht Politisches neben Persönlichem, Witziges neben Todernstem, Derbes neben Feinsinnigerem, Groteskes neben Sachlich-Realistischem. Es kommen Klassiker und Träger des Literatur-Nobelpreises ebenso zu Wort wie Unbekanntere, längst verstorbene Autorinnen und Autoren wie quicklebendige, deutsche, österreichische, schweizerische und, und, und.«
»Ob Goethe oder Enzensberger, Liselotte von der Pfalz oder Herta Müller – keiner ist in seinem literarischen Schaffen um dieses urdemokratische stille Örtchen herumgekommen und hat es in Prosa oder Vers thematisiert. Mal ist es Rettungsinsel, mal Schreckensort, kleines Welttheater oder Kontemplationsgehäuse. Wenn Goethe von den ›Freuden des jungen Werthers‹ reimt und Joseph Roth von ›Andreas, dem Klomann‹ erzählt, möchte man sich mit diesem schönen leinenkaschierten Büchlein gern ungestört zurückziehen.«
»Ansprechend aufgemacht passt der kleinformatige Band in jede Bademanteltasche und auf dem Regal im ›stillen Örtchen‹ animiert er zum Hineinschauen, zum Wundern und um sich köstlich zu amüsieren.«
»Die Lektüre dieser Sammlung ist nicht immer angenehm. Dennoch ist sie unterhaltsam und macht Lust, sich mit dem Gesamtwerk der überwiegend bedeutenden Dichter und Autoren zu beschäftigen. Kein Vergleichstitel bekannt, ab mittleren Beständen empfohlen.«
»Die in diesem Buch zusammengetragenen Texte verblüffen nicht nur, weil es sich nicht gehört, darüber zu sprechen. Sie verblüffen wegen der schieren Masse, die da zu Tage tritt. Bertolt Brecht, Erich Maria Remarque, Herta Müller, Joseph Roth – sie alle haben einige oder mehrere Zeilen der natürlichsten Sache der Welt gewidmet. Ralph Schock und seinen unermüdlichen Helfern ist eine exzellente und angstnehmende Zusammenstellung mit Texten zum notdürftigsten Thema der Menschheit gelungen. Verhalten wie Goethe, direkt wie Robert Gernhardt, satirisch wie Hans Dieter Hüsch, intelligent wie Bodo Kirchhoff. Die Liste der Schreiber ist stilistisch abwechslungsreich.«